März 15

Ubuntu 14.04.2 Kernelupdate 3.13 auf 3.16

Als mir vergangene Woche mein Kollege über sein Kernelupdate berichtete,
habe ich mal überlegt, wo meine Ubuntu Kiste aktuell überhaupt so steht.

Kann ja nicht allzu alt sein, selbst mit LTS Version.. dachte ich mir zumindest.
Als ich meine Theorie mit einem uname -a bestätigen wollte, fiel mir auf,
dass ich scheinbar bei Kernel 3.13 hängen geblieben bin.
Nach etwas Recherche sah ich dann, dass meine Ubuntu 14.04er LTS Version
tatsächlich bis 3.16 sogar Repos anbietet. Warum also mit der 3.13 rumgeistern?
Der einfache Grund: beim normalen dist-upgrade bleibt er in der Kernelrevision 3.13.
Wenn man vorankommen möchte, muss man Ubuntu manuell dazu überreden.
Das gestaltet sich jedoch einfacher, als man bei einem Kernelupdate vielleicht erwartet.

Der entscheidende Befehl lautet ganz simpel:
apt-get install linux-image-generic-lts-utopic linux-headers-generic-lts-utopic
… da der 3.16er Kernel bereits zum Utopic Release gehört (14.04 hört noch auf Trusty Thar).
Der Vorteil: Kernel 3.16 ist dennoch Teil des Long-Term-Support. Auch im Hinblick
auf die Support-Zeiten spricht also alles für den neueren Kernel.

Nach einem kurzen Moment, in dem Apt die Pakete lädt und GRUB aktualisiert (ggF. ist dies mit
einem update-grub nachzuholen), kann dann der Reboot erfolgen.
Da wird es dann nochmal spannend (Remotekarten sind doch immer wieder eine feine Sache…).
Im GRUB Loader kann man dann unter „Advanced Options for Ubuntu“ den neuen Kernel auswählen:
kernel2

Läuft der Bootvorgang sauber (es lohnt auch danach nochmal ein Blick in die dmesg
zu werfen, ob dort Fehler oder Unerwünschtes auftaucht), sollte man natürlich in Ruhe schauen
ob sich alles nach Plan verhält. Ist das der Fall, kann man noch ein bisschen aufräumen.
Mit dpkg -l | grep linux-image
kann man auflisten, was man noch an Altlasten rumschleppt. Bei mir waren das gar nicht wenige.
kernel3
Die kann man dann noch sauber mit apt-get purge wegräumen (aber gut aufpassen! Nicht, dass
man hinterher kernelfrei dasteht). Danach kann übrigens ein update-grub sicherheitshalber nicht schaden.


Schlagwörter:

Veröffentlicht15. März 2015 von gerger in Kategorie "Allgemein

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